Rekordfund Kokain – Vor den Kanaren Frachter mit riesiger Drogenladung gestoppt

Symbolbild

Vor der Küste der Kanarischen Inseln ist den Ermittlungsbehörden ein außergewöhnlicher Schlag gegen den internationalen Drogenhandel gelungen. Die Guardia Civil hat am Wochenende (2.–3. Mai 2026) auf dem Atlantik ein Frachtschiff abgefangen, das nach ersten Schätzungen mit einer enormen Menge Kokain beladen war. Der Zugriff könnte sich als einer der größten Drogenfunde in Europa herausstellen.

Die Operation wurde von Spezialeinheiten der Guardia Civil durchgeführt und erfolgte auf hoher See nahe der westafrikanischen Küste. Anschließend wurde das Schiff unter strenger Bewachung in den Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria gebracht, wo die Durchsuchung weiterhin andauert.

Nach Angaben der Ermittler wurden an Bord zahlreiche Pakete mit Kokain sichergestellt. Die genaue Gesamtmenge ist noch nicht abschließend bestätigt, doch erste Schätzungen gehen von bis zu 45 Tonnen aus. Sollte sich diese Größenordnung bestätigen, würde es sich um einen historischen Rekordfund handeln.

Im Zuge des Einsatzes wurden 23 Besatzungsmitglieder festgenommen. Sie stehen im Verdacht, in den Drogentransport involviert zu sein. Die Ermittlungen laufen unter Leitung der spanischen Justizbehörde Audiencia Nacional, die auf komplexe Fälle organisierter Kriminalität spezialisiert ist.

Die Route des Frachters passt zu bekannten Mustern im internationalen Kokainhandel. Seit Jahren nutzen kriminelle Netzwerke den Atlantik, um große Mengen aus Südamerika nach Europa zu transportieren. Die Kanarischen Inseln spielen dabei eine strategische Rolle als Zwischenstation oder logistischer Knotenpunkt.
Für die Ermittler ist der Zugriff ein bedeutender Erfolg, der die Dimensionen des globalen Drogenschmuggels erneut verdeutlicht. Gleichzeitig stehen die Behörden vor der Aufgabe, die Hintermänner der Lieferung zu identifizieren und die internationalen Verbindungen des Netzwerks offenzulegen.