Bombenalarm am Flughafen Teneriffa Süd – Flug nach Frankfurt nach intensiver Kontrolle freigegeben

Symbolbild

Am Flughafen Teneriffa Süd ist es am Sonntagnachmittag zu einem größeren Sicherheitseinsatz gekommen. Auslöser war eine Bombendrohung gegen den Discover-Airlines-Flug 4Y307 nach Frankfurt. Obwohl sich der Verdacht letztlich nicht bestätigte, mussten die Behörden sämtliche internationalen Sicherheitsprotokolle anwenden.

Nach bisherigen Informationen befand sich die Maschine bereits kurz vor dem Start, als die Warnung bei den Sicherheitsbehörden einging. Das Flugzeug wurde daraufhin gestoppt und zu einer gesicherten Position auf dem Flughafengelände gebracht. Alle Passagiere mussten die Maschine verlassen, während Spezialkräfte der Guardia Civil sowie die spanische Sprengstoffeinheit TEDAX die Maschine und das gesamte Gepäck gründlich überprüften.

Die Kontrollen dauerten mehrere Stunden. Erst nachdem sämtliche Sicherheitsmaßnahmen abgeschlossen waren und keine verdächtigen Gegenstände gefunden wurden, erhielt der Airbus die Freigabe zum Start. Der Flug hob schließlich mit einer Verspätung von rund drei Stunden in Richtung Frankfurt ab.

Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf einen tatsächlich vorhandenen Sprengsatz. Die spanischen Behörden gehen derzeit von einer falschen Alarmmeldung beziehungsweise einer Bombendrohung aus. Auch Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund liegen bislang nicht vor.

Der Vorfall wurde zunächst von lokalen Medien auf Teneriffa bekannt gemacht und inzwischen von der kanarischen Tageszeitung Diario de Avisos bestätigt. Auch die Flugdaten des betroffenen Fluges belegen die erhebliche Verspätung, bevor die Maschine ihren Flug nach Deutschland antreten konnte.

Die Ermittlungen dauern weiterhin an. Bislang haben die Behörden keine Angaben dazu gemacht, auf welchem Weg die Bombendrohung eingegangen ist oder ob bereits ein möglicher Verursacher identifiziert werden konnte.

Der Fall zeigt erneut, dass selbst bei einem späteren Fehlalarm im internationalen Luftverkehr jede Bombendrohung mit höchster Priorität behandelt wird. Bereits ein einzelner Hinweis genügt, um umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen auszulösen und den Flugbetrieb erheblich zu beeinträchtigen.

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